Umbau Ender 5 plus
Meinen Ender 5 plus hatte ich bisher immer etwas vernachlässigt, da er das macht, was er machen soll – drucken. Mit seiner riesigen Druckplatte gibt es, zumindest für den Heimgebrauch, eigentlich keine Einschränkungen, von dem, was man drucken will.
Nun war der Zeitpunkt gekommen, wo ich den ewig langen Bowden an den Kragen gehen wollte. War meine erste Überlegung noch eine völlig neue Halteplatte fräsen zu lassen, wo der Extruder über dem Hotend angebracht ist (ähnliche Teile gibt es für übertrieben viel Kohle im Handel), so wollte ich nun doch alles etwas einfachen machen, was jeder selber nachdrucken kann. Und im Grunde mit nur einer längeren Schraube, alles umgebaut hat.
Ja… es gibt unzählige Halter auf den typischen Seiten. Die habe ich mir auch angeschaut… keine dabei, die mir gefiel. Warum? Weil man die Rollen der X-Achse abschrauben muß. Das kam für mich nicht in Frage.


Daher habe ich diese Halterung entworfen, die auf die Hülsen der Laufrollen aufgesetzt wird und von vorne mit der Schraube, die das Lüftergehäuse hält, festgeschraubt wird. Diese Schraube ist im Grunde die Einzige, die ausgetauscht werden muß, da sie im Original zu kurz wäre.
Wie gesagt, „eigentlich“.
Am Ende brauchen wir dann doch 2 Steckverbinder um den Schlauch zu fixieren. Das könnte man auch anders lösen, indem der Schlauch in ein engeres Loch gedrückt wird, was vermutlich genauso gut hält.
Dadurch habe ich nun aber noch Einschmelzgewindebuchsen für die Steckverbinder benötigt (habe ich immer in unterschiedlichen Größen liegen) und noch zwei Schrauben für die Befestigung von einem Halter am Rahmen.
Im Vergleich zu anderen Umbauten ist das überschaubar, zumal man einen Teil davon anders umsetzen könnte.


Da, wo vorher der Extruder gesessen hatte, ist nun die Halterung angeschraubt, wo das Filament in den Schlauch / Bowden geführt wird. Da brauchen wir 2 Schrauben, M3x12 sollten reichen. Hier könnte man den Stecknippel durch ein engeres Loch ersetzten, wo der Schlauch dann eingedrückt wird.
Das Gewinde für den Stecknippel habe ich mit einer Gewindehülse eingedrückt. Es sieht schöner aus und hält auch besser.
Die Maße sind genau in Flucht mit dem Ausgang vom Filament-Sensor.
Gedruckt habe ich alles in PLA-CF.


Da der original Extruder kein Gewinde für den Stecknippel hat, an dem der Führungsschlauch des Filaments durch einen Steckverbinder eingesteckt werden kann, musste ich hier auch noch etwas basteln.
Im großen Loch ist eine Gewindehülse mit M5 eingesteckt, auf der Rückseite eine M4. Damit ist sichergestellt, dass das Hilfsstück bündig an der Grundplatte anliegt. Dann passt es auch mit dem Ausgang direkt zum Eingang am Extruder.